Mit der Jungen Gemeinde an die Ostsee
Eine einmalige und aufregende Ferienwoche haben wir mit Pfarrer Hanke erlebt. In der zweiten Augustwoche wagten wir uns, im Rahmen der Jungen Gemeinde Straupitz, mit unseren Fahrrädern an die Ostsee. Der Weg dorthin war ein Erleb
nis und sehr abwechslungsreich. Am ersten Tag sorgten zahlreiche Fahrradpannen für mehr Stop als Go, dennoch nahmen wir es sportlich. Im Laufe der Tour wurden wir zusätzlich vom Hochwasser der Oder und der Randow überrascht, was uns vor einige Hindernisse stellte, die wir aber zu überwinden wussten. Trotz sperriger Fahrräder und etlicher Kilo Gepäck schafften wir es immer wieder, teilweise mit sehr freundlicher Hilfe durch pommersche Landwirte, auch überflutete Radwege zu bezwingen. Das Wetter blieb größtenteils auf unserer Seite. Der Gegenwind, der es besonders am zweiten Tag auf dem Oder-Neiße Radweg “gut” mit uns meinte, verlieh uns durchtrainierte Muskeln und stellte unser Durchhaltevermögen auf die Probe. Herr Hanke wusste jedoch, wie er seine Jugend motivieren konnte, so dass schließlich alle zufrieden waren, als das Etappenziel erreicht wurde. Nach den ersten 99 Kilometern vom Montag, die uns bis Neuhardenberg brachten, folgten 124 Kilometer bis Krakow bei Stettin. Das war sicherlich die anstrengendste Etappe: Reichlich Gegenwind und die Erhebungen der Uckermark drohten uns die Kräfte zu rauben, so dass die Erschöpfung mitunter kurz bevor stand. Aber wir unterstützten uns gegenseitig. Schließlich hatten wir ja ein gemeinsames Ziel vor Augen, das wir auch gemeinsam erreichen wollten. So haben wir die Herausforderungen gemeistert. Am Mittwochmorgen sorgte allein das Wissen um vermeintlich wenige letzte Kilometer bis Ahlbeck für Freude und Durchhaltekraft. Am Ende waren es zwar dann doch noch einmal 70 Kilometer, aber darauf kam es nun nicht mehr an: Als am Mittwochabend das Ostseewasser unsere Füße und Fahrräder umspülte, waren alle mächtig stolz. Es war ein unglaubliches Gefühl. Die Anstrengung hatte sich gelohnt. Wir waren überglücklich, es geschafft zu haben und endlich angekommen zu sein. Den darauf folgenden Donnerstag hatte Pfarrer Hanke als Strandtag vorgesehen. Dass es den ganzen Tag in Strömen regnete, hielt uns nicht vom Baden ab. Wir waren am Ahlbecker Strand zwar weit und breit die einzigen im Wasser, aber wann kann man im August schon sagen, dass man die Ostsee ganz für sich allein hat. Wir hatten je
denfalls auch an diesem Tag sehr viel Spaß miteinander und genug Zeit, Ostseeluft und -wellen zu genießen. Freitag ging es zurück nach Hause. Abends kamen wir glücklich, stolz, mit ordentlich Kondition und jeder Menge Kraft und Muskeln gesund und munter wieder in Straupitz an. Dort wurden wir bereits erwartet. Jeder freute sich darauf, zu Hause von den schönen Tagen zu erzählen, die Fotos, die gemacht wurden, zu zeigen und demnächst wieder mit der Jungen Gemeinde zusammen zu sein. Insgesamt können wir uns nur bei unserem Pfarrer ganz herzlich dafür bedanken, dass er diese Tour für uns organisiert hat, mit uns gemeinsam über jeden noch so hohen Berg gestrampelt ist und dieses Erlebnis für uns möglich gemacht hat. Es war eine wunderschöne Fahrt, die uns allen in Erinnerung bleiben wird.
Marie-Christin Reich